Über Tanja Budnick:


Tanja Budnick ist Persönlichkeitstrainerin für Mensch und Pferd mit ganzheitlichem Ansatz.

Die gelernte Bürokauffrau hat Berufserfahrung in industriellen Produktionsgroßunternehmen,  EDV-Dienstleistungsunternehmen,  dem Handwerk und bei Behörden.  

Sie besitzt über 25jährige Erfahrung in Pferdehaltung- und im Umgang mit Pferden.

Seit 2008 ist sie Equus Caballus Practitioner.

Pferde und deren Wirkung auf den Menschen sind ihre Leidenschaft!

 

 

 

 

Mein Herz schlägt schon für Pferde seit ich denken kann.

In meiner frühesten Kindheit verteidigte ich beim Laternelaufen den ersten Platz hinter dem Sankt Martins Reiter. Es mußten Sofalehnen oder Besenstiele zum Reiten herhalten und ich habe an meinen Fahrradlenker „Zügel“ aus Seilen gebaut. Meine Eltern merkten, das es keine vorübergehende Phase ist und so organisierten sie mir ein Pflegepony. Da ich ständig runter fiel, bekam ich nach einiger Zeit meine erste Reitstunde in einem echten Reitstall. Ich war 14 Jahre alt und war schockiert: Die Pferde sind die ganze Woche im Stall! Der Stall ist nass und kalt. Die Schulpferde sind lahm, halbtot und mit vielen Ausbindezügeln umschlossen – so steht es in meinem Tagebuch.

Zur ersten Reitstunde wurde ich mit Sporen und Gerte ausgerüstet. Ich nahm sehr bald in verschiedensten Reitställen Unterricht, ritt, wo immer sich die Gelegenheit ergab und bekam dann mein erstes Pflegepferd. Einen riesigen, pechschwarzen Rappwallach! Er stand in einer engen Box und ich fuhr täglich mit dem Rad zu ihm. Er war schwierig zu reiten und hatte kein Interesse an seiner Umwelt! Nach der Schule wollte ich unbedingt was mit Pferden arbeiten, aber mir wurde von der Ausbildung zur Pferdewirtin abgeraten – ich wurde Bürokauffrau, mit den Vorteilen des pünktlichen Feierabends und einem Gehalt, mit dem man ein Pferd bezahlen kann. Als ich 18 war, sollte mein Pflegepferd verkauft werden. Ich hatte die Möglichkeit, eine Wiese mit Schafstall zu pachten. Geld wurde von der Oma organisiert und die Eltern wurden überredet. Der Schafstall wurde zum Pferdestall umfunktioniert und mein erstes eigenes Pferd konnte einziehen! Für ihn hat sich dadurch viel geändert, endlich konnte ich alles so machen, wie ich wollte: Die Hilfszügel blieben weg, ein passender Sattel wurde gekauft, ich kümmerte mich um artgerechte Haltung, bedarfsgerechtes Futter, Mistentsorgung, Auslauf und Gesundheit. Und er blühte auf! Er brauchte auch nicht lange allein bleiben: Ich bekam ein Shetty dazu. Als der Große 28 wurde, habe ich ihm noch gebissloses Reiten beigebracht. 30jährig haben wir einen traumhaften Wanderritt erlebt. Nun ist er ca. 37 Jahre alt und erfreut sich bester Gesundheit. Bei einem Ausritt kam ich an einem Auslauf vorbei, indem ein Fohlen mit seiner Mutter stand. Ich durfte mich um dieses Fohlen kümmern und verliebte mich in den lustigen kleinen Kerl. Meine Hartnäckigkeit kannte keine Grenzen und statt zur Auktion kam er zu mir. Nun hatte ich eine kleine Herde. Mittlerweile arbeitete ich in einem Großraumbüro und nahm EDV-Störungen entgegen. Die Freizeit war komplett erfüllt: Meinen Pferdeopa ritt ich spazieren, mein Pony habe ich vor die Kutsche gespannt und meinem Fohlen habe ich mit Spaziergängen die Welt gezeigt. Kein Buch war vor mir sicher, ich machte mein Reitabzeichen und den Sachkundenachweis-Lehrgang. Irgendwann kam der Zeitpunkt des Anreitens und bald genoß ich mit meinem Jungpferd die ersten Ritte im Gelände. Doch dann fing er in bestimmten Situationen an zu bocken und ich bin runter gefallen. Nach vielen Überlegungen und nach Ausschluß gesundheitlicher Gründe fürs Bocken, nahm ich an Bodenarbeitskursen teil. Mir gingen ganze Kronleuchter auf, was in unserer Kommunikation nicht stimmte. Ich arbeitete an mir, habe mich sehr intensiv mit Pferdeverhalten beschäftigt und versucht, alles umzusetzen. Und er hat nie wieder gebockt! Immer wieder hatte ich Ideen, um meinen Berufswunsch doch endlich wahr werden zu lassen. So habe ich mich der Ausbildung im Pferdebereich gewidmet, um Menschen und Pferde begleiten zu können!